Es gibt unterschiedliche Arten, einen Kredit abzusichern. Viele Kreditinstitute verlangen zusätzliche Sicherheiten, etwa dann, wenn ein Familienvater mit seiner nicht berufstätigen Frau eine Immobilie erwerben möchte. Fällt der Ehemann als Alleinverdiener aus, so gestaltet sich die Bedienung der Tilgungsraten entsprechend schwierig. Auch bei allein lebenden Personen verlangen Kreditgeben nicht selten zusätzliche Sicherheiten, um einen eventuellen Ausfall in den monatlichen Zahlungen auffangen zu können.
Die Restschuldversicherung, auch Restkreditversicherung oder Kredit-Lebensversicherung genannt, sichert den Kreditnehmer und damit auch den Kreditgeber entsprechend ab, sollte dieser durch Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Tod seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen können. Das hört sich auf den ersten Blick sehr lohnenswert für beide Seiten an, in der Realität handelt es sich jedoch oft um eine unnötige Kostenfalle, denn durch eine Restschuldversicherung verteuert sich auch der Kredit.
Von den Banken wird eine Restschuldversicherung gerne angepriesen, kein Wunder, für sie ist es ein lukratives Zusatzgeschäft. Für den Abschließenden bedeutet eine Restschuldversicherung aber in jedem Fall eine Verteuerung des eigentlichen Kredites. Bei einem gängigen Ratenkredit von 10.000 Euro werden beispielsweise je nach Anbieter 500-1.000 Euro für die zusätzliche Versicherung nötig. Rechnet man das mit auf den Effektivzins, so ergibt sich schnell eine Prozentmarke jenseits der 10! Hinzu kommen die zahlreichen Ausschlüsse, die ebenfalls von Anbieter zu Anbieter unterschiedliche sind. Den Leistungskatalog sollten sich Abschlusswillige daher genau durchlesen.
Oft sind die ersten drei Monate nach Vertragsabschluss im Leistungskatalog ausgenommen. Wird der Kreditnehmer in diesem Zeitraum arbeitslos, krank oder verstirbt, so zahlt die Versicherung keinen Euro! Auch die Arbeitslosigkeit ist oftmals nur während des ersten Vertragsjahres abgedeckt, wird der Vertragsnehmer nach zwei oder drei Jahren arbeitslos, so tritt die Versicherung nicht ein. Das Resume zeigt, dass die Restschuldversicherung meist dann nicht zahlt, wenn sie am dringendsten benötig wird. Einen großen Vorteil genießt die Restschuldversicherung jedoch. Nur, wenn die Bank auf den Abschluss ebendieser besteht, muss sie die Kosten in den effektiven Jahreszinsen angeben, dabei wird sie schnell vergleichbar und für Inhaber einer Lebens- oder Unfallversicherung ohnehin verzichtbar.
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